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DIE GESCHICHTE DES WUNDERS

Die Suche nach günstigen Proberäumen. Ein Geschenk.  Über 20 Jahre liebervoller Umbau.

TEN SINGer brauchten ein Ort zum laut sein. Das ist schon das erste Problem.

Alles begann zu ganz frühen TEN SING-Oberalster-Zeiten – Ende der achtziger Jahre. Wir suchten damals nach nicht nur ausgefallenen, sondern vor allem auch preisgünstigen Übernachtungsmöglichkeiten für unsere ProWos (Proben-Wochenenden). Diese sollten in einer Entfernung liegen, die auf der einen Seite nicht zu weit, andererseits aber auch wieder weit genug weg waren, um auf Grund der vielfältigen Wochenendaktivitäten der TEN SINGer ein Kommen und Gehen sowie allzuviel Ablenkung durch benachbarte Gastronomiebetriebe zu vermeiden. So stießen wir auf Stoetze.


Der CVJM Berlin hatte Mitte der achtziger Jahre ein Wirtshaus in Stoetze in der Göhrde von einer älteren Berliner Apothekerin zum Zwecke der Jugendarbeit geschenkt bekommen. Nun muss man wissen, dass die Nordheide und die Göhrde zur Zeit der Teilung Deutschlands beliebte Wochenend- und Ausflugsziele der von der DDR eingekesselten Berliner waren – sozusagen die erste Station hinter der Zonengrenze, die bis 1989 wenige Kilometer hinter Stoetze durch die Elbe verlief. So traf und trifft man noch heute auf viele Berliner, die sich in dieser Gegend niedergelassen haben. Diese wohlhabende Berliner Apothekerin hatte also das Haus aus einer Zwangsversteigerung nach der Pleite des Wirtes erworben und das Obergeschoss einigen entferntverwandten Künstlern, den „Töpferern“, zum Leben und Arbeiten zur Verfügung gestellt. Aus deren Wirken stammten die renovierten, mit Holz vertäfelten ehemaligen Übernachtszimmer sowie eine kleine Küche und zwei Bäder mit selbst hergestellter Wand- und Bodenkeramik.


Die Dorf-Kneipe „Witte“ im Erdgeschoss war zu dieser Zeit noch aktiv und wurde auch nach dem Tod des ehemaligen Inhabers von der Wirtsfrau noch einige Zeit weitergeführt. Die unteren Bäder waren zu dieser Zeit die Bedürfnisstätten der Kneipe. Der Raum neben der Kneipe diente der Gemeinde als Wahllokal, der Anbau als Tanzsaal und die Fläche neben dem Haus als Gemüsegarten sowie Kartoffel- und Spargelacker für die Schankwirtschaft.


Zigarettenrauch und Stimmen stark alkoholisierter Kneipenbesucher drangen auf den Vorplatz, als wir damals an einem kalten und dunklen Freitagabend mit Kleinbussen und einem Anhänger mit PR-Technik erstmalig auf das kleine Dorf Stoetze und dessen Kneipe „Witte“ am Ortsrand trafen.

 

Der erste Eindruck war: einfach, ganz gemütlich, aber kalt! In jedem Schlaf- und Aufenthaltsraum stand zwar ein kleiner Holzofen, aber der wollte von uns großstädtischen Teenies erst einmal in Gang gebracht und vor allem am Laufen gehalten werden. Der große Dachboden, der uns als Übungsraum dienen sollte, war weder geheizt noch gedämmt. Das führte nicht nur dazu, dass die Band immer mehr „heavy“ Musik anstimmte, um sich warm zu halten, sondern dass durch die offene Dachdeckung jede Stimme und jeder Ton auf direktem Wege die Nachbarn erreichte, was selbstredend sofort zu Verstimmungen im Dorf führte.

 

Die zweite wesentliche Erinnerung neben der „gemütlichen Kälte“ an diesem ersten Besuch waren die unendlich großen Wälder der Göhrde um das Dorf herum und die phantastischen Spaziergänge und Nachtwanderungen.

 

Das Haus Stoetze präsentierte sich derzeit als ein Konglomerat unterschiedlichster Baustile, Nutzungen und Instandhaltungsgrade. Das alte hochherrschaftliche Haupthaus aus Backstein, der Fachwerk-Ausbau mit der Kneipe und ein weiterer Wirtschaftstrakt mit hohem Industrieschornstein, der in den siebziger Jahren einmal eine Dosenfabrik für Pilze aus den Wäldern der Göhrde gewesen war. Alle Nutzungen waren miteinander überlagert. Die Kneipenbesucher benutzten den gleichen Hauptflur, um zu den Toiletten zu „torkeln“, wie das Ehepaar Witte, um ihre Küche, Speisekammer und sogar ihr Schlafzimmer zu erreichen, als auch wir, die wir uns über eine Holzstiege und eine Falltür in der Decke das Obergeschoss erschlossen. Die Renovierungsversuche der „Töpferer“ und die ersten Einbauten des CVJM Berlin, wie die Doppeltoiletten-Anlage im Obergeschoss, machten zwar wesentliche Abläufe einer Wochenend-Jugendfreizeit praktikabel, jedoch war das Haus von einem akzeptablen Jugend- und Freizeitheim Lichtjahre entfernt. Und dennoch hatte dieses augenscheinliche Chaos-Haus irgendwas für uns Teenies. Es hatte Kult.

 

Ein Anruf aus Berlin

An diesem Wochenende ahnte noch niemand von uns, dass wir wiederkommen würden und dass diese Begegnung mit dem kleinen Spargeldorf weitreichende Konsequenzen auf unsere Wochenend-Freizeitgestaltung – sogar noch 20 Jahre später – haben sollte. 

Eines Tages im Jahr 1995 klingelte das Telefon in unserer Geschäftsstelle in Hamburg-Poppenbüttel und Reinhard Kubbutat, Leitender Sekretär des CVJM Berlin, machte uns das überraschende Angebot, das Haus in Stoetze, „da es uns doch so gut gefalle“ zu übernehmen. Nach der Wiedervereinigung hatte der CVJM in und um Berlin einige Liegenschaften – u.a. auch eine Freizeiteinrichtung am Storkover See aus der DDR-Zeit- angeboten bekommen, wodurch auch auf Grund der großen Entfernung der Betrieb des Gasthofes in Stoetze für die Berliner CVJMer zunehmend unattraktiver geworden war. Der Einzige im CVJM Oberalster, der zu dieser Anfrage eine klare Vision hatte, war unser damaliger CVJM-Sekretär Dieter Völkers: „Gutes Übungsfeld für den Verein. Mir schwebte schon immer ein eigenes Haus vor – eigentlich in Poppenbüttel. Aber fangen wir halt in Stoetze erst einmal an!“ Und er hatte auch eine klare Vorstellung, wer die Betreuung des Hauses übernehmen sollte: „Du, Dirk! Du bist doch Architekturstudent und brauchst nach TEN SING schleunigst ein neues Betätigungsfeld im CVJM.“ Damit war die Sache klar, zumindest für Dieter Völkers.


Die Leitung des Vereines teilte diese „lockere“ Vision (noch) nicht ganz und vereinbarte mit den Berliner Freunden lediglich einen unverfänglichen zehnjährigen Pachtvertrag mit diversen Ausstiegsklauseln. In der Delegation der Betreuung des Hauses war sich die Leitung jedoch schnell einig, dass ich diese übernehmen sollte. Gesagt, getan. Die Vermietung lief zu dieser Zeit ganz auskömmlich, die Übernachtungsentgelte waren auf Grund der niedrigen Betriebskosten, extrem günstig. TEN SING nutzte das Haus nach wie vor für seine ProWos, eigene Kinderfreizeiten führten regelmäßig in die Göhrde und das Haus war beliebt bei den benachbarten CVJM aus Niedersachsen. Schnell sammelte sich auch ein Team von engagierten Mitarbeitenden und deren Familien und Freunden, die begannen, ihre Wochenenden mit Instandhaltungsmaßnahmen und kleineren Renovierungen in Stoetze zu verbringen. In Spitzenzeiten waren an Bauwochenenden bis zu 30 Erwachsene, Helfer und Kinder mit dabei. So entstanden die ersten größeren Baustellen: Bäder sanieren, Holzbalkendecken entfernen, Fachwerk und Mauerwerk erneuern, Estrich gießen, Innenwände mauern, Sanitär verlegen, Fliesen kleben, Gipskartondecken abhängen und spachteln, Heißwasserspeicher installieren undsoweiter. Die größten Sorgen machten uns immer die kalten Winter und die damit verbundenen zu- und vor allem die aufgefrorenen Wasserleitungen. Das führte im schlimmsten Fall dazu, dass die Küche der ehemaligen Wirtswitwe Frau Witte nach einem Wasserrohrbruch in unserer Küche inklusive der abgängigen Lehmfachwerkwände komplett saniert werden musste. Positiv daran war natürlich, dass Frau Witte und wir hinterher eine fachgerecht erneuerte Küche vorfanden, Nachteil war, dass uns die Hausratsversicherung endgültig aus dem Vertrag schmiss und wir große Probleme hatten, einen neuen Versicherer zu finden.

 

Aus der Traum.

Ein Highlight im Jahr war immer unsere eigene Mitarbeitenden-Freizeit über Silvester in Stoetze. 1997 gab es dann den „Oberkracher“, der im wahrsten Sinne des Wortes noch bis ins Jahr 2002 hinein widerhallen sollte. Einer unserer Mitarbeiter war leidenschaftlicher Feuerwerker und entzauberte an eben jenem Jahresabschlussfest unsere Herzen, Sinne und später auch die Hoffnungen vollends. Das Feuerwerk war so bombastisch, dass es nicht nur einer Genehmigung der örtlichen Behörden in Uelzen bedurfte, sondern dass sich eigens zu diesem Abschuss ein Feuerwehrmann aus dem Nachbardorf zur Brandwache am Silvesterabend einfinden musste. Keine zwei Monate später erreichte uns im Februar 1998 ein offizielles Schreiben vom Bauamt in Uelzen mit der Aufforderung zur „Brandschau im Jugend- und Freizeitheim Stoetze“. Es gelang uns, diesen Termin zwar einige Wochen hinaus zu zögern – aber weiter auch nicht. Am besagten Tag erschienen der ehrenamtliche Ortsbrandmeister aus Suhlendorf sowie eine engagierte Brandschutzprüferin aus Uelzen. Die Begehung dauerte keine Stunde und fand ihren Abschluss am nächsten Tag in einem zweiten offiziellen Schreiben mit der Aufforderung zur umgehenden Einreichung eines Bauantrages sowie einer Nutzungsgenehmigung nach der niedersächsischen Hotel- und Gaststättenverordnung sowie der sofortigen Erfüllung einiger Maßnahmen zum Weiterbetrieb der Einrichtung. Diese Maßnahmen beinhalteten u.a. die Herstellung eines zweiten sicheren Rettungsweges aus allen Schlafräumen, der Außerbetriebnahme der Holzöfen und Ersetzen durch eine zentrale Heizungsanlage, einer Notbeleuchtung, einer Brandmeldeanlage, einer Elektrik nach VdI-Verordnung, entsprechenden Sanitär und Kochmöglichkeiten und weitere Kleinigkeiten. Lange Rede kurzer Sinn: Binnen weniger
Wochen war das Haus in Stoetze für alle weiteren Kinder- und Jugendaktivitäten nach nur vier Jahren Betrieb komplett stillgelegt. Die Aufsummierung aller Kosten ergab im ersten Schritt rund 160.000 DM (ca. 80.000 €). Wir schreiben das Jahr 1998. 100 Jahre nach Baubeginn und bereits 3 Jahre nach Betrieb der alten Gaststätte Witte als Freizeit- und Jugendheim durch den CVJM Oberalster scheint der „Traum vom ersten eigenen Haus“ bereits schon wieder ausgeträumt: Keine Betriebserlaubnis mehr, Brandschutz- und Bauauflagen wie für ein professionell geführtes Hotel, mindestens 50.000 fehlende Deutsche Mark und ständig zermürbende Gedanken wie „Was wäre passiert, wenn es tatsächlich gebrannt hätte, und Kinder wären wegen unzureichender Fluchtwege nicht mehr rechtzeitig herausgekommen?“.

Unglaubliche Nachrichten aus Berlin

Leugnungsphase: Anruf beim Eigentümer, dem CVJM Berlin: „Schönen Dank, aber unser Projekt vom Freizeitheim in der Göhrde ist erst einmal vorbei. Sollen wir die Schlüssel schicken oder wollt Ihr sie abholen?“ Besinnung: Geldzählen. „Wir haben im CVJM einen Bausparvertrag, aber der ist mal für ein eigenes Haus im Alstertal gedacht gewesen.“ Strategie: Bauauflagen überprüfen. „Aha, die Forderungen seitens des Bauamtes berufen sich auf Regularien, die in Niedersachsen noch gar nicht in Kraft sind“. Und nun? Widerspruch einlegen? Politischen Druck erzeugen? Ignorieren und so weitermachen wie bisher? Klingt beim intensiveren Nachdenken eines verantwortungsvollen Jugendleiters irgendwie auch unlogisch.

 

Und dann passieren in solchen Momenten immer Dinge, die einen veranlassen, doch noch einmal nachzudenken: Die Freunde im CVJM Berlin hatten beschlossen, uns 50.000 – in Worten: fünfzigtausend – DM aus eigenen Mitteln und aus einer weiteren Spende der ehemaligen Eigentümerin, der alten Apothekerin aus Berlin, die seinerzeit das Haus dem CVJM Berlin geschenkt hatte, zu überweisen und das komplette Anwesen an uns weiter zu verschenken. Die Gemeinde Stoetze hatte  beschlossen, einen Teil des Grundstückes zu pachten, um darauf einen Kinderspielplatz zu errichten. Und wir hatten daraufhin beschlossen, einen soliden Finanzierungsplan aufzustellen und die Baugenehmigung einzuholen. Nun darf man sich nicht vorstellen, dass das alles über Nacht passiert wäre. Es hat immerhin zwei Jahre gedauert, bis die außerordentliche Jahreshauptversammlung am 18. Januar 2000 beschloss, das Objekt in Besitz zu übernehmen, bis am 19. April 2000 die Übereignung unterschrieben war, bis am 1. September 2002 die Baugenehmigung einging und bis zwei weitere Jahre später das Haus am 5. September 2004 wiedereröffnet werden konnte. In dieser Zeit waren Stiftungen angefragt,  Mitglieder zur Mitarbeit und Spenden überzeugt  und Kredite beantragt worden, hatten  sich die Y’s Men‘s Clubs Oberalster I und  II eingeschworen, den Umbau finanziell  und aktiv zu unterstützen, waren Bauplanungen  vorangetrieben worden, Angebote  abgefragt und Aufträge vergeben worden. 

 

CVJM mitgestalten

Und es war die intensive Zeit des ehrenamtlichen  Einsatzes an den Bauwochenenden  angelaufen – ein Einsatz, der sich in  der Rückschau für die beteiligten Mitarbeiter  bis heute tief eingeprägt hat: Intensiv  Gemeinschaft im CVJM zu erleben, heißt  handfest zu gestalten. Und dies sind nur  ein paar Schlaglichter auf diese intensive  Zeit: 

Szene 1: Es ist Februar, Außentemperatur  – 5° C, die Holzöfen sind bereits stillgelegt,  die neue Zentralheizung noch nicht  montiert, der Stahlbauer hat vier Stahlträger  mit einer Länge von 5 m und einem  Gewicht von 160 Kilogramm mit seinem  Autokran auf der Baustelle abgeliefert. Auf  zwei Baugerüsten im Gruppenraum stehen  Gerd, Bernd, Olaf und Dirk, um sie mittels  Flaschenzug unter die Decke in eine Höhe  von 3,50 Meter zu ziehen und kraftschlüssig  mit zwei zu verstärkenden Holz-Deckenbalken  zu verschrauben. In der alten Küche  steht Wolfgang und erwärmt auf einer mobilen  Kochplatte eine Dose mit Würstchen. 

 

Szene 2: Ein Laster hat rund 300 Quadratmeter  Gipskartonplatten mit den dazugehörigen  Stahlprofilen neben dem Haus  abgeladen. Nach und nach trudeln die Mitarbeiter  nach ihrer Arbeitswoche in Stoetze  ein, das erste Drittel der 120 Platten ist  „bereits“ ins Obergeschoss getragen. Es ist  Freitagabend, 23.00 Uhr – zum Glück wird  es Frühling. 

 

Szene 3: Es ist Samstagabend, alle sind  von den Abrissarbeiten des Tages staubig,  die Steinwollfasern kratzen am ganzen  Körper. Aber: Die Würstchen liegen auf dem Grill, das Bier ist gut gekühlt, die inzwischen  funktionierenden warmen Duschen  laden ein – und es ist inzwischen Sommer. 

 

Wiedereröffnung

Und dann die Wiedereröffnung. Das halbe  Dorf ist da, die Feuerwehr, die Politik aus  Uelzen, die Berliner CVJM-Freunde, die  Y’s-Men‘s Clubs aus Hamburg. Herr Sommerfeldt  als Kirchenvorsteher aus Poppenbüttel  überreicht eine neue Kaffeemaschine  und TEN SING singt a capella. Drei Jahre  und acht Monate nach der Stilllegung durch  die Baubehörden ist das Haus nebst wunderschönem  Abenteuerspielplatz wieder in  Betrieb und kann an Kinder- und Jugendgruppen  aus ganz Deutschland vermietet  werden.  Und das Beste an der ganzen Geschichte  ist, dass sie mit der Wiedereröffnung  noch lange nicht zu Ende ist. Denn seit dieser  Zeit werkeln ehrenamtliche Mitarbeiter  des CVJM noch immer an durchschnittlich  fünf Bauwochenenden im Jahr an und in  dem Haus. Der Y’s Men‘s Club hat sich ein  neues Teilprojekt, nämlich den kompletten  Ausbau des Gruppenraumes im Dachgeschoss  vorgenommen, und auch sonst  sind regelmäßig viele Instandhaltungsmaßnahmen  und weitere Ausbauten notwendig,  um das Haus für die Nutzer, nämlich Kinder  und Jugendliche sowie deren Betreuer attraktiv  zu halten. Seit das Haus im September 2002 wiedereröffnet  wurde, sind nicht nur Jahre, sondern auch mehr als 100 weitere  Bauwochenenden vergangen.  Während die Sanierung bis zur Wiedereröffnung  vor allem die feuerpolizeilichen  Anforderungen erfüllen sollte, ging es im  nächsten Schritt um die Aufstockung der Bettenzahl, den Ausbau weiterer ungenutzter  Räume zu Gemeinschaftsräumen  und um die Erhöhung des Wohlfühlfaktors.  Und so ist im September 2009 ein weiterer  Meilenstein fertig gestellt worden: Der  große Gruppenraum im Dachgeschoss.  Dank des riesigen Einsatzes des Y’s-Men  Clubs II ist er an den letzen Bauwochenenden  im September zur Nutzung übergeben  worden. 80 Quadratmeter, blauer  Teppich, die CV-Kult-Möblierung und eine  Sofaecke bilden nun das neue Herzstück  des Hauses.  Alles in Allem stehen jetzt 39 Betten in  neun Zimmern, vier Gruppenräume sowie  eine Küche mit Essdiele und Speiseraum  im Haus zur Verfügung.  Auch die Bausubstanz konnte weiter erhalten bzw. zum Teil sogar erneuert werden.  Die Fenster in der Wohnung Witte  wurden Dank einer Großspende ausgetauscht.  Sämtliche Holzflächen inklusive  der alten Fenster sind in zum Teil schwindelerregenden  Höhen von unserem Maler  Maik Krause aufgearbeitet worden. Die  Dachrinnen sind erneuert, die Firstverschalung  neu und einige der alten Dachsparren  sind verstärkt worden.  Die Duschen werden – nachdem eine  Überschwemmung im Keller den Elektro-  Warmwasserspeicher zerstört hatte – inzwischen  zentral über die Gasheizung  betrieben und die Räume und Flure erhielten  einen neuen Anstich und Dekorationen  wie Bilder etc. 

 

Auch der Bau eines neuen weiteren Bades im Obergeschoss wurde verwirklicht. 2019 konnte ein weiteres "Riesenprojekt" nach drei Jahren Bauzeit realisiert werden: die  Verlegung der Küche und des oft zu knappen Speiseraumes aus dem  Obergeschoß ins Erdgeschoss.

 

Die Vision weiter gestalten

Und noch etwas ist Stoetze: ein Angebot  für junge Erwachsene und Familien im  CVJM Oberalster. Da wir, die wir von Anfang  an in Stoetze engagiert waren, inzwischen  in das Alter gekommen sind, in dem  eigentlich die Gründung eines weiteren Y’s  Men’s Clubs anstünde, nutzen wir die Bauwochenenden  regelmäßig, um miteinander  zu arbeiten und Gemeinschaft zu haben.  Und weiterhin locken die Bauwochenenden  regelmäßig ehemalige Mitarbeiter aus verschiedenen  Generationen, die inzwischen  über ganz Deutschland verstreut sind, an,  mit uns zusammen Abende am Lagerfeuer  oder auch nur beim Bier zu genießen und  in den alten, nie zu vergessenden Stoetze-  Geschichten zu schwofen: „Weißt Du noch  – damals, als es in Stoetze in jedem Zimmer  nur einen kleinen Holzofen gab…“ 

 

Und damit geht auch diese kleine Serie  über die Entstehung und Wiederentstehung  Stoetzes zu Ende. Lassen Sie sich  und lasst euch herzlich einladen von diesem  Haus und empfehlt Stoetze als tolles  Freizeit- und Jugendheim weiter.  Wir senden gern weiteres Info-Material  und stehen für Wünsche und Anregungen  rund um unser Haus gern zur Verfügung.

 

 

Dirk Hünerbein

BAUFORTSCHRITT KÜCHE